Einblick in das Pleyel-Museum
PLEYEL MUSEUM

UNSER MUSEUM –
ein Ort lebendiger Erinnerung

Im Pleyel Museum in Ruppersthal begegnet man dem musikalischen Erbe Ignaz Joseph Pleyels in unmittelbarer Nähe. In der ehemaligen Volksschule des Dorfes – jenem Haus, in dem einst sein Vater als Lehrer wirkte – wird die Geschichte des Komponisten auf berührende Weise lebendig.

Besonderes Glanzstück der Sammlung ist ein Originalinstrument aus Pleyels eigener Produktion:

Der prachtvolle Hammerflügel Opus 1614. Er lässt erahnen, mit welcher handwerklichen Präzision und klanglichen Vision Pleyel seine Instrumente schuf.

So wird das Museum zu einem stillen Erinnerungsort, an dem Musikgeschichte nicht nur erzählt, sondern spürbar wird – dort, wo Pleyels Wurzeln liegen und sein Weg begann.

Einblick in das Pleyel-Museum
AUSSTELLUNG

INSTRUMENTE, DIE BIS HEUTE KLINGEN

Im Ausstellungsraum stehen Originalinstrumente aus dem Hause Pleyel – alle in hervorragendem Zustand und bis heute spiel- und stimmbar.

Hammerflügel Opus 1614

Das Glanzstück der Sammlung stammt aus Pleyels eigener Produktion: gebaut im Jänner 1831 und im Mai desselben Jahres von Monsieur Biralle um 2.800 Französische Francs gekauft. Im Oktober 1996 erwarb die IPG den Flügel in Paris für das Museum – ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Landes Niederösterreich. Opus 1614 ist einer von sechs weltweit noch existierenden und spielbaren Hammerflügeln Ignaz Pleyels.

Das Instrument ist voll bespielbar und wurde für mehrere CD-Aufnahmen genutzt, etwa für Chopins 19 polnische Lieder mit Young-Hee Cho (Sopran) und Christopher Grasser, für den Chopin-Film „La note bleue“ von Andrzej Żuławski und für die IPG-CD Nr. 26 mit Masha Dimitrieva (Gramola, 2008).

  • Baujahr: Jänner 1831
  • Klaviatur aus Elfenbein und Ebenholz, 6¼ Oktaven (C bis f′′′′)
  • Deckel in Form eines Viertelzylinders
  • Englische Mechanik, Hämmer mit Filzbezug
  • Lyra mit zwei Pedalen: Forte und una corda
  • Gusseiserne Stangen verstärken den Holzrahmen
DIE SAMMLUNG

WEITERE SCHÄTZE AUS DEM HAUSE PLEYEL

OPUS 7134

Tafelklavier

Ein Tafelklavier von Pleyels Sohn Camille Pleyel. Seit 2003 Dauerleihgabe der HYPO NOE.

OPUS 33563

Pianino

Gebaut unter Auguste Wolff, dem Nachfolger Camille Pleyels. [KLÄREN: im Kundentext nur in der Liste erwähnt]

OPUS 547

Harfe

Von Ing. Gustave Lyon, Schwiegersohn von Auguste Wolff. Vom Land Niederösterreich in Piacenza erworben und restauriert, seit 21. Mai 2015 Dauerleihgabe.

OPUS 2728

Harmonium

Ebenfalls von Ing. Gustave Lyon gebaut. Seit 22. März 2014 im Ausstellungsraum zu sehen.

Ausserdem zu sehen:

  • Marionetten aus Pleyels Oper „Die Fee Urgele“

  • Originalnoten des Meisters

  • Pleyel-Büste der Künstlerin Sabine Pleyel (Dauerleihgabe des Landes Niederösterreich)

ERLEBNIS

WO PLEYELS FLÜGEL NOCH KLINGT

Das Pleyel Museum ist mehr als ein Ausstellungsraum. In Pleyels Geburtshaus wird seine Musik dort lebendig, wo sein Weg begann: Bei musikalischen Museumsführungen und Museumskonzerten spielen namhafte Interpretinnen und Interpreten Werke Pleyels und seiner Zeitgenossen – auf dem originalen Hammerflügel und auf dem Tafelklavier.

Die Führungen verbinden Fachwissen mit Humor, Live-Musik und einem Film auf Großleinwand – für Einzelgäste ebenso wie für Gruppen. Mit maximal 50 Plätzen bleibt jeder Besuch persönlich und unvergesslich.

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Baujahr Opus 1614
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Originalinstrumente
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Plätze im Museum
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Museumseröffnung
FÜHRUNGEN & VERANSTALTUNGEN

MUSEUM MIT MUSIK.

Führungen, die klingen.

Bei uns hören Sie Pleyel, wo er geboren wurde: Fachkundige und humorvolle Führungen, Live-Musik auf den Originalinstrumenten und Matineen im Ausstellungsraum. Für Einzelgäste, Gruppen und besondere Anlässe.

Weinwanderung
MUSEUM & FÜHRUNGEN

Museumsführung mit Musik

Weinwanderung
MATINEE

Matinee im Museum

Weinwanderung
MUSEUMSKONZERT

Konzert im Ausstellungsraum

Weinwanderung
GRUPPEN & FEIERN

Gruppenführung nach Wunsch

Einblick in das Pleyel-Museum
BESUCH PLANEN

IHR WEG INS PLEYEL MUSEUM

Pleyels Geburtshaus in Ruppersthal ist klein – Führungen finden daher nach Anmeldung statt. So nehmen wir uns für jede Besucherin und jeden Besucher Zeit.

ÖFFNUNGSZEITEN

Wann wir für Sie da sind

Donnerstag, Freitag, Samstag
an Konzerttagen auch Sonntag
Montag bis Mittwoch geschlossen

Museumsführungen nach telefonischer Anmeldung.

EINTRITT & NÖ-CARD

Was der Besuch kostet

Museum: € 10,00 pro Person
Gruppen ab 20 Personen: € 9,00 pro Person

Freier Eintritt mit der Niederösterreich-CARD und für Mitglieder der IPG.

[KLÄREN: Preise aktuell? Stand alte Website.]

GRUPPEN & EXTRAS

Ihr Besuch nach Maß

Gruppenführungen jederzeit nach Voranmeldung – ermäßigte Gruppenpreise auf Anfrage. Platz für maximal 50 Personen.

Gerne verbinden wir Ihren Besuch mit einem Pleyel-Frühstück, einer Führung in Pleyels Taufkirche oder einer Weinwanderung.

[KLÄREN: Extras noch aktuell?]

VOM SCHULHAUS ZUM MUSEUM

Wie wurde dieses Gebäude, das ab 1894 keine offizielle Schule mehr war, zum Museum?

Das Haus, in dem Pleyels Vater als Lehrer wirkte, war in den 1990er-Jahren dem Verfall preisgegeben. Dass es heute das einzige Pleyel Museum Österreichs ist, verdankt es dem Einsatz vieler Menschen – und einer Idee, die in einer einzigen Nacht entstand.

AB 1894

Das Ende der Schulzeit

Ab 1894 ist das Gebäude keine offizielle Schule mehr. Es dient den unterschiedlichsten Zwecken: Die beliebte Chorleiterin Margarete Mayer wohnt hier, zeitweise bietet ein Friseur seine Dienste an, und im kleinen Nebenraum lagert die Friedhofsverwaltung ihre Utensilien. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzen auch die Besatzungstruppen das Haus.

1957

Eine Gedenktafel zum 200. Geburtstag

Zum 200. Geburtstag Ignaz Joseph Pleyels wird am Geburtshaus eine Gedenktafel enthüllt – von Außenminister DI Leopold Figl, dem französischen Botschafter François Seydoux de Clausonne und ranghohen Vertretern von Bund und Land. Doch bald danach gerät Pleyel wieder in Vergessenheit.

1994

Die Idee einer Nacht

Die Wende bringen die 1. Pleyel-Festspiele: Adolf Ehrentraud bringt sein fünfaktiges Dokumentarspiel „Ignaz Joseph Pleyel – Der vergessene Sohn unserer Heimat“ am Ignaz-Pleyel-Platz zur Uraufführung. Noch in derselben Nacht entsteht der Plan, die ehemalige „Pleyel-Schule“ zu retten und als Gedenkstätte einzurichten.

1995 – 1996

Gerettet in letzter Minute

1995 überlässt die Gemeinde das alte Schulhaus dem Ignaz Pleyel Theaterverein Ruppersthal 1908 (IPT) gegen eine Jahresmiete von 10 Schilling. 1996 schenkt die Marktgemeinde Großweikersdorf unter Bürgermeister Josef Erber das Gebäude der Internationalen Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft (IPG) – und bewahrt es so vor dem sicheren Abbruch.

Großen Verdienst daran hat Prof. Adolf Ehrentraud, Gründer und langjähriger Präsident der IPG (1945–2026).

16. JUNI 1996

Soforthilfe vom Land

Im Inneren bietet sich ein trauriges Bild: Das Haus war teilweise als Abfallgrube genutzt worden, auch außen ist es desolat. Bei der Präsentation der Pleyel-CD in Ruppersthal sagt Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll Soforthilfe zu. Ein Pleyel-Kuratorium aus Vertretern des Landes Niederösterreich, des ORF-Landesstudios, des Bundesdenkmalamts, der NÖ Bauinnung und der IPG begleitet das Projekt.

30. SEPTEMBER 1996

Baubeginn

Die NÖ Bauinnung übernimmt mit dem Lehrbauhof Schloss Haindorf in Langenlois die Revitalisierung. Zuerst wird mit Hilfe des IPT das Dach saniert; bei den Arbeiten stößt man auf den ehemaligen Karner. IPT und IPG packen mit unzähligen Eigenleistungen von der ersten bis zur letzten Minute mit an.

5. SEPTEMBER 1998

Das Museum öffnet

Nach rund 2.700 Arbeitsstunden und Kosten von rund 1,9 Millionen Schilling ist die Gedenkstätte Ende August 1998 fertig – nur wenige Tage vor der Eröffnung. Am 5. September übergibt der „junge Ignaz Joseph Pleyel“, Markus Leutner, den Schlüssel an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll; Pfarrer GR George Buis segnet das Haus. Seither ist das einzige Pleyel Museum Österreichs für die Öffentlichkeit zugänglich.

2003 – 2015

Die Sammlung wächst

2003 kommt das Tafelklavier Opus 7134 als Dauerleihgabe der HYPO NOE ins Museum, 2014 das Harmonium Opus 2728. Seit 2015 ergänzen die Harfe Opus 547 und eine Pleyel-Büste der Künstlerin Sabine Pleyel – beide Dauerleihgaben des Landes Niederösterreich – die Ausstellung.

KONTAKT & ANFAHRT

SO FINDEN SIE ZU UNS

Parkplätze finden Sie direkt beim Pleyel Kulturzentrum. Und wer mit der Bahn anreist, wird kostenlos vom Bahnhof Großweikersdorf abgeholt.

KONTAKT

Internationale Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft

Ruppersthal 137
3701 Ruppersthal

Telefon: 0677 / 631 142 95
E-Mail: office@pleyel.at

Parkplatz: Pleyel Kulturzentrum,
Baumgartner Straße 14, 3701 Ruppersthal

[KLÄREN: Adresse des Museums (Geburtshaus) ergänzen]

MIT DEM AUTO

Anreise mit dem Auto

Von Wien: A22 bis Stockerau (Abfahrt Nord), B4 Richtung Horn, bei Großweikersdorf an der ersten Ampel links (Museumsschild, Richtung Bahnhof) nach Ruppersthal.

Von St. Pölten: S33 bis Krems, S5 bis Kirchberg oder Königsbrunn (Abfahrt: Schild Pleyel Museum).

MIT DER BAHN

Anreise mit der Bahn

Mit der Franz-Josefs-Bahn von Wien oder St. Pölten über Tulln bis Großweikersdorf, von Krems bis Kirchberg am Wagram.

Kostenloser Taxi-Service: Ab 2 Personen holt Sie JOE’s Taxi am Bahnhof Großweikersdorf ab und bringt Sie wieder zurück – die IPG übernimmt die Kosten. Bitte direkt anrufen: 0664 833 833 0.

[KLÄREN: Taxi-Angebot und Linienbezeichnung noch aktuell?]